Die meisten Relaunches beginnen mit dem Design, weil es alle sehen. Ob die Umstellung reibungslos gelingt, entscheidet aber weniger sichtbare Arbeit: welche Inhalte umziehen, welche Adressen sich ändern, wer die Domain und die Konten hält und was am Tag der Aufschaltung passiert. Gehen Sie diese Checkliste durch, bevor Sie Offerten einholen; die Offerten werden präziser und das Projekt ruhiger.
1. Bestand der Inhalte aufnehmen
Beginnen Sie mit einer Liste aller Seiten der heutigen Website. Notieren Sie für jede Seite, ob sie bleibt, neu geschrieben, mit einer anderen zusammengelegt oder entfernt wird. Achten Sie besonders auf:
- Seiten, über die Anfragen hereinkommen oder auf die andere Websites verlinken;
- Dokumente wie PDFs, Preislisten oder Formulare, die von anderswo verlinkt sind;
- Fotos und Bilder, und ob Sie diese auf der neuen Website weiter verwenden dürfen;
- rechtliche Seiten wie Impressum und Datenschutzerklärung, die eine verantwortliche Person für die neue Website prüfen muss;
- veraltete Inhalte, die einfach wegfallen können.
Vereinbaren Sie danach, wer die Texte schreibt oder aktualisiert, und bis wann. Ein Starttermin hält nur, wenn die Inhalte rechtzeitig bereit sind.
2. Adressen behalten oder weiterleiten
Suchmaschinen, Lesezeichen, E-Mails und Drucksachen verweisen auf die Adressen (URLs) Ihrer heutigen Seiten. Zieht eine Seite ohne Weiterleitung an eine neue Adresse um, enden diese Links auf einer Fehlerseite.
- Behalten Sie die Adresse einer Seite überall dort, wo der Inhalt gleich bleibt.
- Muss sich eine Adresse ändern, richten Sie eine dauerhafte Weiterleitung (HTTP 301) von der alten auf die neue Adresse ein.
- Leiten Sie entfernte Seiten auf die inhaltlich nächstliegende Seite weiter, nicht alle auf die Startseite.
- Testen Sie nach der Umstellung die alten Adressen, beginnend mit den Seiten, die für Sie am wichtigsten sind.
Die Liste aus Schritt 1 wird so zu Ihrem Weiterleitungsplan: eine Zeile pro alter Adresse, mit ihrem neuen Ziel.
3. Klären, wem Domain und Konten gehören
Bevor sich etwas ändert, stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen Zugriff auf alles hat, wovon die Website abhängt. Idealerweise ist jeder dieser Punkte auf Ihr Unternehmen registriert, mit mindestens zwei Personen, die sich anmelden können:
- die Registrierung der Domain und ihre DNS-Einstellungen;
- das Hosting und ein allfälliges Content-Management-System;
- E-Mail-Dienste, die dieselbe Domain nutzen;
- Webanalyse- und Suchmaschinen-Tools;
- Dienste von Drittanbietern wie Buchungs-, Newsletter- oder Kartentools.
Gehen Sie mit DNS-Änderungen sorgfältig um: Ihre E-Mails laufen oft über dieselbe Domain, und eine unbedachte Änderung kann sie unterbrechen. Planen Sie die Umstellung für einen Zeitpunkt, an dem jemand prüfen kann, ob E-Mail und Website funktionieren.
4. Über Sprachen entscheiden
Spricht Ihre Kundschaft mehr als eine Sprache, entscheiden Sie früh:
- welche Sprachen die neue Website anbietet und ob jede Seite in jeder Sprache existiert;
- wie die Adresse die Sprache zeigt, zum Beispiel mit /de/ oder /fr/ vor der Seite;
- wer jede Sprachversion schreibt und prüft, und wie spätere Änderungen alle Versionen erreichen.
Jede zusätzliche Sprache bedeutet Aufwand bei der Umsetzung und bei jeder späteren Aktualisierung. Es lohnt sich, sie von Anfang an einzuplanen, statt sie am Schluss hinzuzufügen.
5. Messung planen
Ein Relaunch ist ein guter Moment, um zu prüfen, was Sie messen und warum. Legen Sie fest, welche Analyse- oder Marketing-Tools die neue Website nutzt, und behalten Sie nur jene, deren Zahlen jemand tatsächlich anschaut. Wenn Sie vorher und nachher vergleichen möchten, notieren Sie die heutigen Zahlen vor der Umstellung.
Datenschutz ist hier wichtig. Klären Sie mit der Person oder Stelle, die Ihr Unternehmen in Datenschutzfragen berät, was für Ihre Website gilt, und achten Sie darauf, dass die schriftliche Offerte die Tools nennt und festhält, wo ihre Daten verarbeitet werden.
6. Start und Übergabe planen
Vereinbaren Sie einen Starttermin und einen kurzen Plan für den Tag selbst: wer die Domain umstellt, wer Formulare und E-Mail testet und wer erreichbar ist, falls etwas nicht funktioniert. Halten Sie die alte Website verfügbar, aber nicht öffentlich, bis die neue einwandfrei läuft.
Danach folgt die Übergabe. Am Ende des Projekts sollten Sie Folgendes erhalten:
- den Quellcode der neuen Website;
- Zugang zu Hosting, Domain-Einstellungen und allen verbundenen Diensten;
- eine Dokumentation dazu, wie die Website betrieben, aktualisiert und gesichert wird;
- eine Liste der laufenden Kosten und wer sie bezahlt.
Damit bleibt Ihr Unternehmen unabhängig: Jemand anderes könnte die Website später übernehmen, ohne bei null zu beginnen.
Ihr Relaunch mit MomentumQ
Eine Unternehmenswebsite bei MomentumQ gibt es ab CHF 4'000. Sie umfasst Gestaltung und Entwicklung, Layouts für Smartphone und Desktop, Veröffentlichung, Quellcode und Übergabe. Eine einfache Website dauert meist ein bis zwei Wochen; ein Relaunch mit vielen Inhalten, mehreren Sprachen oder vielen Weiterleitungen wird individuell offeriert.
Der Ablauf ist in jedem Fall derselbe: ein kostenloses Erstgespräch von 30 Minuten, eine schriftliche Offerte mit Umfang, Zeitplan und Preis, die Umsetzung mit regelmässiger Prüfung, dann der Start und die Übergabe von Code, Zugängen und Dokumentation.